Der Zweck des Schützenvereins von H.Tretow 1964

Der Schützenverein "Theodor Körner" Lehmrade und Umgebung e.V. soll soll nach dem Willen der Gründer ein Verein sein, der als erstes Gebot die Tugenden vieler Generationen von Männern aus Deutschland fortsetzt, die da sind: Kameradschaft, Heimatliebe und Volkstum.

Die Gründer als treue Männer aus Ostpreußen, Pommern, Mecklenburg und Lauenburg haben als Zeichen ihrer Heimatliebe die Wappen ihrer Herkunftsländer in ihrer Fahne aufgenommen und dokumentierten damit ihren Glauben an ein einiges, gemeinsames, deutsches Vaterland. Die Embleme der Fahne Laier und Schwert, die auf dem Grabmal des Freiheitsdichters und -kämpfers Theodor Körner in Wöbbelin verewigt sind, versinnbildlichen ebenfalls desn Zweck unseres Vereins. Haben sich doch 1813 deutsche Männer aus allen Gauen und Ständen im Freikorps Lützow zum ersten Male in der Geschichte für ein Ziel, die Freiheit des ganzen deutschen Vaterlandes, zusammengefunden. Der Grundstein der demokratischen Revolution von 1848 wurde in diesem Freikorps gelegt. Männer wie Ernst-Moritz Arndt, Turnvater Jan, Fichte und Friesen sind heute noch als Vorkämpfer für Freiheit und Demokratie geachtet und bekannt.

Das Eiserne Kreuz, das ebenfalls 1913 von dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. gestiftet wurde, soll in unserer Fahne versinnbildlichen, dass sie Männer, die in den Kriegen von 1813 bis 1945 mit dem Glauben an Deutschland litten und fielen, von uns geachtet werden.

Unser Verein soll kein Hort verkalkten Rückschritts sein, sondern der Verein und seine Mitglieder wollen dazu beitragen, dass das deutsche Volk ohne Rücksicht von Klassen, Bildungsgrad und Parteipolitik seinen Platz in der Mitte der europäischen Völker behält und die unseelige Grenze durch das ganze Deutschland fällt.

Wir wollen weiterhin die Jugend im sportlichen Wettkampf zusammenführen und ihre Freizeitgestaltung in Bahnen lenken, die, wie wir glauben, besser sind wie die aus der neuen Welt gekommenen Erwartungserscheinungen. Wenn nach Jahren des Bestehens des Vereins das gute Lied "Wenn alle untreu werden" noch mit Recht gesungen werden kann, hat der Schützenverein "Theodor Körner" Lehmrade und Umgebung e.V. diesen Zweck erfüllt.

Sein und Wollen von H.Tretow 1967

Wie es der Name unseres Vereins sagt: Unser Ideal ist die demokratische Kameradschaft des Freicorps Lützow, wie es sich 1813 zusammenfand aus allen Ständen und Gauen des deutschen Vaterlandes.

Auch unser Verein hat unter anderen Voraussetzungen in der heutigen Zeit den Willen, der Heimat zu dienen und den deutschen Geist zu erhalten in Berücksichtigung der Realitäten der Zeit: Wir wollen in friedlicher Gemeinsamkeit anderen Menschen und Völkern Verständnis und Freundschaft zeigen !

Unser Schützenverein ist jung, sowohl als Verein als auch nach dem Alter seiner Mitglieder, deren Mittel bei 27 Jahren liegt. Unsere Jungschützengruppe soll und wird eine Tradition des freiheitlichen Gedankens pflegen, mit jugendlichem Elan, Neues mit Bewährtem verschmelzen, zu einem Geist, wie er in Turnerbünden nach 1813 herrschte.

Unsere Damen- und Mädelgruppe kann mit Fug und Recht trotz aller weiblicher Anmut, anknüpfen an Eleonora Prohaska und Frederike Krüger.

Der Geist der Lützowischen Jäger, mitgeprägt von Theodor Körner, ausstrahlend zur demokratischen Revolution von 1848 möge in unserer kleinen Gemeinschaft sich festigen und erhalten !

Wenn alle untreu werden

so bleib ich euch doch treu
dass immer noch auf Erden
für Euch ein Streiter sei
Gefährten meiner Jugend
ihr Bilder bess´rer Zeit
die mich zu Männertugend
und Liebestod geweih

Wollt nimmer von mir weichen
mir immer nahe sein,
treu wie die deutschen Eichen
wie Mond- und Sonnenschein.
Einst wird es wieder helle
in aller Brüder Sinn,
sie kehre zu der Quelle
in Lieb und Reue hin

Es haben wohl gerungen
die Helden dieser Frist,
und nun der Sieg gelungen
übt Satan neue List.
Doch wie sich auch gestalten
im Leben mag die Zeit,
du sollst mir nicht veralten
o Traum der Herrlichkeit!

Ihr Sterne, seid mir Zeugen
die ruhig niederschaun:
Wenn alle Brüder schweigen
und falschen Götzen trau'n
ich will mein Wort nicht brechen
und Buben werden gleich,
will predigen und sprechen
von Kaiser und von Reich

Text: Max von Schenkendorf -1814